Monday, June 11, 2012

Liturgische Musik und Rechtewahrnehmung

Neulich hatte ich das Vergnügen, als Mitglied des Potsdamer St.-Josefs-Doppelquartetts zusammen mit der beachtlichen Mädchenschola der Gemeinde St. Antonius Babelsberg in einer Hl. Messe die Mainzer Bistumsmesse zur Anwendung zu bringen. Genau: zur Anwendung, nicht zur Aufführung. Im liturgischen Rahmen ist das Ausführen von Kirchenmusik eben kein Aufführen, kein Konzert.

Was wohl die GEMA sagen würde, wenn man den bestehenden Rahmenvertrag über Kirchenmusik"aufführungs"vergütung kündigte? Was wohl die Komponisten sagen würden?

2 comments:

  1. Zur Anwendung gefällt mir sehr gut. Ich überlege schon seit längerem daran, wie man die "Aufführung" im liturgischen Rahmen benennen kann, weil mir Aufführung immer widerstrebt hat.

    Jetzt hast Du wieder einmal eins meiner Probleme gelöst. :-)

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    1. Und das ganz nebenbei. Gern geschehen. :-)

      Wenn als "zur Anwendung bringen" zu sperrig scheint und "anwenden" etwas zu hölzern klingt, kann man als Verb vielleicht auch "darbieten" nutzen, was vielleicht ganz gut dem Opfercharakter entspräche. Wenn das wieder zu salbungsvoll rüber kommt, tut es vielleicht auch "einbringen".

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