Monday, October 27, 2008

Fundstück

Was man nicht alles im Supermarkt in Nashville findet...

Saturday, October 25, 2008

Neulich, am Telefon

Vorbemerkung: Man hat das ja manchmal, dass man ein Wort nicht sofort versteht, und dann, während man nachhakt, fällt der Groschen und man versteht es im Nachhinein doch. Des unten genannten Firmennamens bin ich mir sicher.

(Es klingelt, ich hebe ab und melde mich.)
Anrufer: "Ja guten Tag, ich rufe im Auftrag von [undeutlich] Primacall an."
Ich: "Bitte, in wessen Auftrag rufen Sie an?"
Anrufer: "Im Auftrag des Todes."
Ich: "Wie bitte? In wessen Auftrag?"
Anrufer: "Im Auftrag des Todes, Sie stehen auf der Liste."

Der Job im Callcenter ist ja weiß Gott nicht einfach, aber so eine Pfeife...

(Ach so: ich hatte natürlich niemals eingewilligt, von irgendwelchen Primacall-Werbern behelligt zu werden. Woher die wohl meine Nummer hatten? Da war doch neulich dieser Telekom-Datenskandal... arbeiten die bei Primacall wirklich so?)

Friday, October 10, 2008

Nobel preisen

Als das Nobelpreiskomitee vor einigen Jahren J. M. Coetzee auszeichnete, habe ich mir neugierig ein paar seiner Bücher besorgt und gelesen – und war begeistert. ("Disgrace", auf Deutsch "Schande", sei als Beispiel genannt.) Vielleicht passiert das ja dieses Jahr auch. Von Jean-Marie Gustave Le Clézio habe ich jedenfalls bis vor kurzem ehrlich noch nie gehört.

Le Clézios Auszeichnung scheint in der "Fachwelt" einige Verblüffung auszulösen. Belustigend sind auf alle Fälle die Kommentare bestimmter Leute, die man hierzulande als personifiziertes Literaturwissen anzusehen beliebt.

So reagiert Marcel Reich-Ranicki "mit Unverständnis" und meint, eigentlich sei Philip Roth jetzt mal dran. Gleichzeitig bekennt er, noch nie etwas von Le Clézio gelesen zu haben. Das ist ja mal ein fundiertes, sachliches und nachvollziehbares Urteil. Woher hat der Mann seinen Ruf?

Sigrid Löffler scheint immerhin einiges von Le Clézio gelesen zu haben und bringt sogar Argumente für ihr Befremden. Dass sie aber die Tatsache, dass der Autor bei mehreren Verlagen publiziert hat, gegen ihn zu wenden sucht, befremdet mich. Dies bedeute, "dass die Verlage mit ihm und mit seinen Verkäufen nicht sehr glücklich geworden sind". Woher weiß sie das? Vielleicht war ja auch der Autor mit den Verlagen nicht sehr glücklich?

Unterm Strich entsteht der Eindruck, dass da einige Orakel danebengegriffen haben und jetzt die beleidigten Leberwürste geben. Na, sollen sie. Wenn die Bücher beim Lesen Freude machen, ist dem Nobel-Komitee für diesen Hinweis zu danken.

Aber ich bin ja auch kein Literaturfachmann, nur ein interessierter Leser. Bleibt die Frage, für wen die Autoren eigentlich schreiben.