Sunday, July 29, 2007

Tour de Farce

Heute geht sie nun endlich zu Ende, die diesjährige Tour d'Oping, und allenthalben ist groß Heulen und Zähneklappern: dem Radsport widerfährt - ebenfalls endlich - apokalyptisches, wie schon lang verdient und gewünscht.

Was war das für eine Tour dieses Jahr. Im Vorfeld schon haben sich etliche Rad"sportler" reihenweise geoutet und zu früheren Vergehen bekannt, nur um dann gleich im Brustton der Überzeugung zuzusagen, die diesjährige Tour sei dann aber mal sauber. Wers glaubt, wird selig, dachte man sich damals schon, und siehe da: Winokurow hats getan, Rasmussen hat sich Tests entzogen, und der eine oder andere "Sportler" aus der zweiten Reihe wurde auch überführt.

Was für eine Sorte Mensch ist das eigentlich, die sehenden Auges so einen Mist baut? Die im Bewusstsein, im besonderen Interesse der Öffentlichkeit zu stehen, mit ihren Gaunereien unbeeindruckt weitermacht und noch Krokodilstränen und Treueschwüre von sich gibt?

Der ganze Rad"sport" ist ab einer gewissen Wettkampfebene von vorn bis hinten korrumpiert. Wie wenig ausgeprägt das Unrechtsbewusstsein bei den Herren "Sportlern" ist, kann man am Beispiel von Erik Zabel ganz wunderbar sehen: der hat sich nicht etwa seinen Untaten gestellt, weil er ein schlechter Sportler gewesen sei, nein, ein schlechter Vater sei er, wenn er seine Vergehen nicht zugebe. Das ist jenseits von hanebüchen. Die ehrliche Arbeit, die in den Vereinen sicher auch noch gemacht wird, kann darunter nur leiden. Das Vertrauen in den Radsport ist nun erst einmal dahin.

Richtig peinlich wird es aber, wenn man den Umgang der Medien mit dieser Farce betrachtet. ARD und ZDF treten von der Berichterstattung zurück - ein guter Zug, bedeutet er doch verringerte Sichtbarkeit für die Sponsoren. Und schließlich ist es letzten Endes immer nur das Geld, das zählt: wenn die Werbebotschaften nicht mehr wahrgenommen werden, laufen die Sponsoren weg, und vielleicht, vielleicht setzt dann einmal das Nachdenken ein.

Damit war dann aber auch schnell Essig: SAT.1 hatte nichts besseres zu tun, als schnell, schnell in die Bresche zu springen und die Berichterstattung zu übernehmen. Es sind nur die allerniedrigsten Instinkte, die solche Reflexe hervorbringen, und das Schmidtsche Diktum vom Unterschichtenfernsehen bewahrheitet sich wieder einmal aufs Allerfeinste. (Dass die ARD dann auch noch eingeknickt ist und eine Sondersendung zur Tour wieder ins Programm aufnahm, war kaum eine Randnotiz wert.)

Nun wird die Tour also heute beendet, und, wie oben schon gesagt, es wird ein groß Heulen und Zähneklappern sein. Nächstes Jahr soll dann aber wirklich alles besser werden. Glaubwürdig ist das nicht. Schließlich sind die Sponsoren ja noch dabei, und das Fernsehen überträgt kompromisslos.

Was tun? Beim geringsten Anzeichen von Doping sofort die Berichterstattung und Übertragung komplett einstellen. (Das setzt natürlich bei den Sendern ein gewisses Ethos voraus. Können wir wohl vergessen.)

Nochmal: man kriegt sie letzten Endes nur übers Geld. Moral ist denen wurscht.

Friday, July 27, 2007

System Administrator Appreciation Day

Lange nichts von mir gelesen... egal. Heute ist System Administrator Appreciation Day, und ich dachte mir, es sei doch zumindest anständig, unseren Admins einen kleinen Gruß zukommen zu lassen. Also:
Liebe Admins,

alles Gute und die besten Wünsche zum System Administrator Appreciation Day! :-)

Und natürlich besten Dank für die unermüdliche Betreuung von uns Nutzern.

Viele Grüße,

Michael Haupt
Die Antwort kam prompt:
Hallo,

Deine Glückwünsche wurde in unserem Ticketsystem aufgenommen und werden schnellstmöglich von uns dankend angenommen.

Grüsse,
Frank
Das ist Berufsethos, gepaart mit Pragmatismus. ;-)