Sunday, December 09, 2007

Heute im Deutschlandfunk

Es ist schon lustig, wenn in einem im Radio übertragenen Gottesdienst der Pfarrer eine Predigt über das Paul-Gerhardt-Lied Wie soll ich dich empfangen hält.

Tuesday, November 20, 2007

A COLA Tutorial

The COLA programming environment is fairly interesting, honestly. It's a little bit hard to grasp at times, however. To make things a little bit better, I have taken the opportunity of writing a tutorial on the principles applied when implementing programming languages with COLA. It's available (both in text and source code, which is under the MIT license) now.

The language implemented in the tutorial is brainfuck, by the way.

Enjoy it, and please let me know how you like it, reader.

Sunday, November 18, 2007

Dawkins bei Kerner

The God Delusion von Richard Dawkins ist unbedingt lesenswert, egal auf welcher Seite man steht. Für Anhänger der "Church of Dawkins" ist es das heilige Buch, dessen Wortlaut nicht in Zweifel zu ziehen ist, für alle anderen Gläubigen ist das - übrigens wirklich wunderbar geschliffen und argumentativ scharfkantig sowie sprachlich brilliant geschriebene - Buch eine hervorragende Quelle von Informationen darüber, wie die "Gegenseite" tickt. Meine Empfehlung gilt wirklich uneingeschränkt allen, die sich mit Glauben in dieser oder jener Form auseinandersetzen.

Nicht dass man mich missversteht. Dawkins' Thesen sind zwar brilliant vorgetragen und argumentiert, sind auch (bewusst, wie im Vorwort nachzulesen ist) provokant formuliert, aber hin und wieder sind sie dann doch eher von der Art, dass man sich wundern muss, ob es dem Autor beim Schreiben noch ganz gut gegangen sein könne. Dass eine katholische Erziehung Kindesmissbrauch gleichzusetzen sei, ist ein schönes Beispiel. Da gehen Dawkins die sprichwörtlichen Pferde durch, und statt einer provokanten und diskussionswürdigen - weil zum Nachdenken anregenden - These bringt er nur eine Stammtischparole: platt und polemisch ist das, weiter nichts.

Auch argumentiert er - mit der üblichen Eloquenz -, dass es keine Beweise für die Existenz eines wie auch immer gearteten Gottes gebe, und dass man deshalb als vernünftiger Mensch nicht an so etwas glauben solle. (Als kleine Spitze führt er dann noch den geringen Prozentsatz der Religiösen unter den Nobelpreisträgern an, als wenn das irgend etwas beweisen würde. Die entsprechenden Textstellen sind geschickt so formuliert, dass impliziert wird, ein religiöser Mensch könne halt einfach keine herausragenden geistigen Leistungen erbringen. Noch eine Stammtischparole.) In einem der Kernkapitel des Buches - Why there almost certainly is no God - legt er dann auch dar, dass die Wahrscheinlichkeit für die Existenz einer solchen Entität verschwindend gering sei.

Alle für unheilbar krank Gehaltenen, die dann unverhofft doch noch gesund wurden, mögen sich die Konsequenzen vor Augen führen.

Deutlicher: eine geringe Wahrscheinlichkeit beweist auch nicht viel. Sie lässt immer noch einen Spielraum, und letztlich obliegt es jedem Einzelnen, sich zu entscheiden, welcher Seite er nun zuneigt.

Nun war Richard Dawkins also bei Johannes B. Kerner in der Talkshow eingeladen. Da das ZDF mit den "GEZ-Gebühren" auch Anständiges anstellt, kann man sich die gesamte Sendung nach wie vor ansehen. Die übrigen Diskussionsteilnehmer waren Heiner Geißler, Weihbischof Hans-Jochen Jaschke (katholisches Erzbistum Hamburg) sowie Bischof Wolfgang Huber (EKD).

Die Runde war also sehr unausgewogen besetzt. Dawkins war allein auf weiter Flur und hatte gewissermaßen niemanden, der ihm hin und wieder mal die Stange gehalten hätte. Das war schon ziemlich unfair eingefädelt.

Nun traut man Dawkins aber, wenn er auch nur halb so scharfsinnig ist wie sein Buch daherkommt, ohne weiteres zu, dass er auch live mit großer Eloquenz und sehr geschliffen argumentieren kann. Kann er auch, das war in der Sendung deutlich zu sehen. Leider ist es aber bei drei Diskussionsgegnern und einem voreingenommenen Moderator selbst für einen wie Dawkins sehr schwer, ein gutes Bild abzuliefern.

Kerner hat seine Sache aber auch wirklich nicht gut gemacht. Viele interessante Diskussionen wurden im Keim erstickt, was vermutlich der Sendezeit geschuldet war. Auch war der Stil, einzelne Zitate aus Dawkins' Buch zu extrahieren und als Diskussionsgegenstand in den Raum zu stellen, etwas zweifelhaft. Es kommt bei sowas schnell der Verdacht auf, die Zitate seien aus dem Zusammenhang gerissen.

Tatsächlich ist letzteres nur begrenzt der Fall. Die verwendeten Zitate stellen jeweils typische Vertreter von Dawkins' Thesen dar, die in seiner typischen Art zugespitzt formuliert sind und in dieser knappen Form durchaus auch ihrem Inhalt und einem Gebrauch als Diskussionsgegenstand gerecht werden. Das Unfaire an der Sache ist, dass die Argumentationsgebäude hinter den Thesen halt recht umfangreich sind und in der Kürze der Zeit kaum adäquat dargestellt werden können.

Die Sendung war also vom Verlauf her insgesamt eher unbefriedigend. Ich hätte mir erheblich mehr Zeit, eine ausgewogenere Besetzung und eine neutrale Moderation gewünscht. Inhaltlich war es aber doch erfrischend, dass Dawkins auf ebenbürtige Gegner getroffen ist. Die Bischöfe Huber und Jaschke sind ebenso scharfkantig in ihrer Argumentation wie Dawkins und haben ihm den Abend damit durchaus nicht leichter gemacht.

Die Nachwehen der Sendung durchziehen die Netzwelt.

Die diversen Foren u.a. der verschiedenen Sektionen des Christentums sehen ihre Vertreter natürlich im besten Licht (wahllos herausgepickte Quelle). Dawkins irrt natürlich in allen Fragen, ist ein gar böser Antichrist oder so, wird ausfallend ("Nonsense!", "Rubbish!") und was dergleichen mehr an Anwürfen noch vorrätig ist.

Es war eigentlich nicht anders zu erwarten. Das Establishment wehrt sich mit einer gewissen Bräsigkeit und lehnt sich selbstgefällig lächelnd zurück. (Was man in der Sendung, besonders bei den beiden Bischöfen, auch live beobachten konnte.)

Die diversen Foren u.a. der verschiedenen Sektionen der "Church of Dawkins" sehen ihren Vertreter natürlich im besten Licht (wahllos herausgepickte Quelle). Klar haben Geißler, Huber, Jaschke und Kerner ihn nur in Grund und Boden geredet, ohne ihn jemals ausreden oder einen Gedanken zu Ende zu führen zu lassen. All ihre Argumente entbehren selbstverständlich jeder Grundlage, und natürlich ist ihre Argumentation unsachlich, persönlich und - o Weh! - man wirft ihm auch noch Antisemitismus vor, und sowas geht ja schon mal gar nicht in unserer heutigen Medienlandschaft. Neihein. (Dass Bischof Huber den Begriff "Antijudaismus" verwendet hat, und dass er dafür - man schaue sich die Sendung an - durchaus eine logisch nachvollziehbare Begründung hatte, ist natürlich egal.) Mitunter findet man sogar die mitfühlende Bemerkung, Dawkins sei am fraglichen Abend gesundheitlich nicht auf der Höhe gewesen, das habe ja kaum anders verlaufen können.

Es war eigentlich nicht anders zu erwarten. Die armen Unterdrückten quengeln weinerlich umeinand' und lamentieren über die Schlechtigkeit der Welt.

So sind nun also die Fronten nach der Sendung die gleichen wie vorher. Auf keiner Seite hat sich etwas geändert. Das war doch irgendwie auch klar, oder?

Was für eine Lehre soll man nun daraus ziehen? Dass die jeweils Anderen unbelehrbare Spinner sind? Bitteschön, auch das hat man vorher gewusst.

Eigentlich könnte man sich auch gegenseitig einfach in Ruhe lassen.

Thursday, October 18, 2007

Squeak and NXT

So Lukas Renggli has long since written some code to make Squeak talk to a Mindstorms NXT brick via Bluetooth. Of course, I wanted to try that. (On a Mac.)

Installing the Squeak code from Lukas' Monticello repository was the easy part. After some trial and error, some e-mail exchange with Lukas, some googling, and eventually some help from here and there, I got it running after all.

In summary, the thing works by mapping the Bluetooth device to a file in /dev. Once you know how to do it, it's easy: after the NXT has been added to the known Bluetooth devices, the "Devices" section of the Bluetooth configuration needs to be visited, and NXT needs to be configured to be a "Dev B" device with an "RS232" port. That is mapped to /dev/tty.NXT-DevB-1.

To get things communicating, the device must be opened, which is (weirdly enough) done by
issuing something like cat /dev/tty.NXT-DevB-1 - actually, this will connect the Mac to the NXT (as the symbols on both boxes' screens will indicate).

Now is the time to go back to the Squeak image, and after initialising the NXT communication tools with NxtConnection initialize, a simple "print it" on NxtSerialConnection new connect; battery will yield 8045 (which is the current battery voltage in millivolts, according to Lukas' code documentation).

Just killing the cat in the terminal will terminate the Bluetooth connection.

Great fun.

Lukas told me that he never got past implementing ping and battery status request, but extending the code should be within my reach. I think I'm going to need it. Stay tuned...

Ja, Junge, Alte, dat is Kaffee, echt jetzt...


...und Kaffee is nunma lecker, öh, schwaaz, staak, und vor allem schön lecker. Äh, echt jetzt.

Hm, schwaaz und schön lecker...

Ja, Junge, öh, wenn ich ehrlich bin, woa, dann, aah, trinke ich, äh, am liebsten echt schwarzen Kaffee.

Hm, vor allem, wenn der schön schwaaz und lecker ist, Käptn?

Schwarzer, Junge! Jetzt echt schwaazer Kaffee, woa, Junge? Äh, der schmeckt richtich. Richtich lecker schmeckt der. Echt jetzt. Mhm? Äh, aber, äh, dat will ich dir jetzt echt mal erklären, Alte. Äh, schöner schwaazer heißer schöner Kaffee, Scheise.

Höh? Man kann auch Milsch reinschütten...

Hmm... äh... schwaazer, Junge! Äh, der is doch nimmehr schwaaz wenn du Milsch da reintuhs. Äh, ich erklär dir das jetz nochmaa. Schwaazer heißer schöner Kaffee. Äh, richtich dunkelschwaazer heißer Kaffee. Hm?

Äh... also dann ohne Milsch?

Quelle
.

Monday, October 15, 2007

Ich bin doch nicht blöd.

Wir wollen uns fürs Büro gern eine ordentliche Kaffeemaschine anschaffen. Die Wahl fiel auf ein Modell der Fa. Jura, und ich habe eine Weile damit zugebracht, die verschiedenen autorisierten Fachhändler in Potsdam anzurufen und die Preise abzufragen.

Die meisten Händler halten sich an die Preisempfehlung des Herstellers. Nur der Laden mit den roten Webseiten und der aufdringlichen und saublöden Werbung hatte eine deutliche Abweichung: bei denen kostet das Maschinchen glatt 9 Euro mehr als vom Hersteller empfohlen.

"Saubillig und noch viel mehr"? Ja - ein Rundum-sorglos-Paket mit eingebauter Nasführung gibts noch gratis obendrauf.

Der Begriff "Sauladen" drängt sich, nicht zuletzt angesichts der Werbekampagnen, geradezu auf. Ist das eigentlich lauterer Wettbewerb?

Wir kaufen natürlich woanders. Schon aus Prinzip.

Friday, October 05, 2007

OLPC bei der New York Times

David Pogue von der New York Times hat dem XO-Laptop einen ausführlichen Artikel gewidmet. Ein dazu gehöriges Video zeigt seine Begeisterung ziemlich deutlich.

Wednesday, October 03, 2007

Hans Rott in Berlin

Letzten Samstag war ich endlich wieder einmal in der Berliner Philharmonie. Diesmal spielten die Philharmoniker selbst unter der Leitung von Neeme Järvi.

Vor der Pause gab es, mit Hélène Grimaud als Solistin, das dritte Klavierkonzert von Béla Bartók. Das hatte ich noch nie vorher gehört - aber ich werde es wohl noch mehrmals hören müssen. Wegen der Fülle der Eindrücke, die erst noch sortiert werden müssen, kann und will ich zu diesem Teil des Konzerts nicht viel sagen. Die Musik hat mich begeistert, die Philharmoniker sowieso, Grimaud erst recht und Järvi auch.

Der Grund für den Weg nach Berlin war die nach der Pause gespielte Symphonie in E-Dur von Hans Rott, die mir seit etlichen Jahren in Form der einen oder anderen CD-Einspielung bekannt ist, die aber recht selten auf Spielplänen zu finden ist. Dass nun ausgerechnet die Berliner Philharmoniker, also das Orchester, dem Werk die Ehre geben, ist allemal ein Grund, Geld für Eintrittskarten auszugeben.

Die Aufführung hat mir geholfen, Antworten auf ein paar Fragen zu finden, die ich an das Werk hatte.

Zunächst: Ist die Instrumentierung wirklich so gestaltet, dass das Blech permanent den Orchesterklang dominiert, oder ist einfach die BIS-Einspielung (mit Leif Segerstam als Dirigent) schlecht abgemischt und die anderen beiden mir bekannten Einspielungen (erschienen bei Hyperion und cpo) machen es besser? - Zu Gunsten von BIS muss ich zugeben, dass Rott es mit der Instrumentierung etwas übertrieben hat. Das Blech ist wirklich dominant; die Partitur sieht es so vor. Immerhin haben die Streicher der Berliner ihren Teil dazu beigetragen, dass der Klang insgesamt etwas ausgewogener war als bei BIS. (Im Übrigen könnte man die Symphonie wohl auch, ohne Verluste befürchten zu müssen, in Konzert für Pauken, Triangel und Orchester umbenennen.)

Dann: Ist der zweite, langsame Satz wirklich so langweilig, wie er bei Segerstam klingt? - Nein, nein, nein! Järvi bringt, übrigens in allen vier Sätzen, durch insgesamt fließende Tempi die in der Musik schlummernde Bewegungsenergie zu Gehör. Besonders im zweiten Satz sind mir reihenweise Lichter aufgegangen; das ganze Satzgefüge wurde plötzlich viel klarer.

Schließlich: Ist das Scherzo wirklich spielbar? - Ja, offenbar. Das heißt, natürlich war das vorher klar, aber diese irrwitzige Musik einmal in einer Aufführung live gespielt erleben zu können ist schon was Neues.

Unterm Strich kann ich nur sagen, dass diese Aufführung von Rotts Symphonie eine ganz runde Sache war. Musikalisch sowieso hervorragend dargeboten, hat sich mir die Musik ganz anders erschlossen als zuvor.

Järvis Dirigat ist auch unbedingt einer Erwähnung wert. So unprätentiös, souverän und ruhig, dabei aber offenbar von der Musik mehr als nur begeistert habe ich schon lange keinen mehr dirigieren sehen.

Kommen wir zum Wermutstropfen oder meinetwegen der anderen Seite der Medaille.

Rotts Musik ist ja nun nicht die eines abgeklärten Spätbrahms oder -bruckner, sondern die Symphonie wurde von einem Zwanzigjährigen geschrieben. Dass da hin und wieder auch der Übermut mit dem Komponisten durchging, ist eigentlich nur verständlich. Dieser Übermut zeigt sich bei Rott weniger in der Form der einzelnen Sätze und des Gesamtwerks, sondern vielmehr in der Instrumentierung (siehe oben) oder, besonders deutlich, daran, dass im Finale die Gewalten zu immer höheren Gebirgen sich auftürmen und schier kein Ende finden. Platt formuliert heißt das: es wird lang und laut.

Zwei Reihen hinter mir saß nun ein schlichtes Gemüt, das offenbar nicht zu mehr in der Lage war als zu eben jener platten Wiedergabe komplexerer Sachverhalte. Unmittelbar nach dem Verklingen der Musik hatte dieser Mensch nichts besseres zu tun, als in die gehaltene Spannung und Stille hinein laut zu verkünden, wofür er das eben Gehörte hielte: "So ein Schmarrn."

Eintrittskarten bei den Berliner Philharmonikern bekommt eben jeder, der das Geld dafür auf den Tisch legt, ob er nun den geistigen Entwicklungsstand und das reife Benehmen für einen Konzertbesuch mitbringt oder nicht. Abgesehen davon, dass dieser kulturelle Einzeller offenbar noch viel zu lernen hat, würde ich ihn gern einmal treffen; ich habe noch ein paar kostenlose Invektiven für ihn.

Tuesday, September 25, 2007

Latein ist tot - es lebe Latein!

...so der Titel eines Buches von Prof. Wilfried Stroh, Altphilologe, München.

Wie komme ich nun ausgerechnet dazu?

Es ging alles los mit einer Sendung im Deutschlandfunk: dort laufen jeden Sonntag die "Zwischentöne", ein 90-Minuten-Interview (unterbrochen von Musik und Nachrichten) mit einer auf irgend eine bestimmte Weise interessanten Person.

Im Juni war nun Prof. Stroh an der Reihe, und das Thema der Sendung war eigentlich die ganze Zeit über die Sprache Latein. Stroh begeisterte mich sofort mit seiner humorigen Art, von dieser Sprache zu erzählen, und die Kaufentscheidung für das genannte Buch war schnell gefällt.

Nach der streckenweise dann doch etwas komplizierten Lektüre von des Papstes jüngstem Werk "Jesus von Nazareth" durfte es dann gern auch einmal eine Biographie sein - in diesem Fall also die Biographie einer ganzen Sprache.

Das Buch hielt, was der Eindruck aus dem Radio versprochen hatte: es kommt in einem sehr lockeren und leichten Erzählton daher, ist außerordentlich lehrreich, ohne dabei aber jemals belehrend zu sein. Man merkt gleich: da schreibt einer, dem die Sprache Latein am Herzen liegt, der davon ehrlich und aufrichtig begeistert ist und der diese Begeisterung gerne (mit)teilen möchte. Dabei kommt dem Buch noch sehr zugute, dass Prof. Stroh sein Deutsch nun wirklich gelernt und verinnerlicht hat: es ist sprachlich hervorragend.

Kurz: ein Lesegenuss, der wie im Rausch vorbei geht, weil man mit dem Lesen teilweise kaum aufhören kann.

Selbiger Prof. Stroh hatte nun heute in der Potsdamer Arche einen Vortrag zu eben jenem Thema, den ich mir nicht entgehen ließ. Auch hier bestätigte sich der Eindruck: da ist einer von seinem Thema schwer begeistert und vermag obendrein, diese Begeisterung zu vermitteln. Obwohl der Vortrag zu weiten Teilen aus vorgelesenen Passagen aus dem Buch bestand, sprang der Funke abermals über; die launige Art und Weise des Vortragenden fesselt ganz von selbst.

Da muss ich wohl mal schauen, ob ich nicht doch noch Latein lerne...

(Der Deutschlandfunk ist übrigens, das sei noch gesagt, einer der Gründe, die mir das regelmäßige Zahlen von "GEZ-Gebühren" versüßen. Dafür lohnt es sich wirklich, dafür zahle ich gern.)

Lego Gone Crazy

Now they're really freaking out. The Millennium Falcon is available again, only this time, it's serious.

The model consists of about 5,200 parts, is 84 cm long, 56 cm wide and 21 cm high, and it has an incredible level of detail. Shipping starts October 1st.

My fingers are itching, but some 550 Euros...? Time for a really deep sigh.

Monday, September 24, 2007

OLPC, OLPP... - XO-Laptops zu kaufen! [Nachtrag x2]

Aus "One Laptop per Child" wird "One Laptop per Person" – vielleicht auch mehr als nur "one", je nach Möglichkeiten.

Wie es aussieht, hat die OLPC-Initiative, vielleicht angesichts der Probleme beim Niedrighalten des Preises, das Angebot gestartet, dass jede und jeder sich für $ 399,– einen XO-Laptop kaufen kann. Unterm Strich heißt das, dass man beim Kauf eines Geräts ein weiteres qua Spende mitfinanziert – und das ist doch eigentlich eine sinnvolle Idee.

Das Ganze startet im November. Hm... im November gibts auch (mancherorten) Weihnachtsgeld...

Nachtrag: Die von mir oben referenzierte Webseite der OLPC-Initiative erwähnt leider nicht, dass die XO-Laptops nur in geringer Stückzahl (25.000) und auch nur an Einwohner Nordamerikas abgegeben werden. Diese Informationen gibt es an anderer Stelle (besten Dank an Bert Freudenberg für den Hinweis).

Noch ein Nachtrag: Das kommt davon, wenn man nicht genau hinschaut. Es gibt keine Stückzahlbegrenzung; die ersten 25.000 Besteller bekommen ihren XO vor Weihnachten, das ist alles. EIgentlich eine gute Nachricht.

Sunday, August 19, 2007

OLPC im Fernsehen

Heute lief auf 3sat die halbstündige Sendung "neues", und ganze 12 Minuten der Sendung waren der Berichterstattung über das OLPC-Projekt gewidmet. Die Redaktion hat ganze Arbeit geleistet - dieses Projekt braucht viel mehr solch ausgewogener und detaillierter Berichterstattung.

Natürlich schwingt auch ein gewisser Stolz mit, dass zwei unserer Studenten, die im Rahmen der Lehrveranstaltung Software-Architekturen Spiele für den XO entwickelt haben, in der Sendung auftreten.

Die Sendung ist vollständig in der ZDF-Mediathek verfügbar (mustergültiger Umgang mit Gebührengeldern, wenn man das mal so sagen darf) - der Beitrag zum OLPC-Projekt beginnt etwa bei 06:00.

Nachtrag: ich war so frei, bei The Weekly Squeak etwas ausführlicher (und auf Englisch) über den Beitrag zu berichten.

Sunday, July 29, 2007

Tour de Farce

Heute geht sie nun endlich zu Ende, die diesjährige Tour d'Oping, und allenthalben ist groß Heulen und Zähneklappern: dem Radsport widerfährt - ebenfalls endlich - apokalyptisches, wie schon lang verdient und gewünscht.

Was war das für eine Tour dieses Jahr. Im Vorfeld schon haben sich etliche Rad"sportler" reihenweise geoutet und zu früheren Vergehen bekannt, nur um dann gleich im Brustton der Überzeugung zuzusagen, die diesjährige Tour sei dann aber mal sauber. Wers glaubt, wird selig, dachte man sich damals schon, und siehe da: Winokurow hats getan, Rasmussen hat sich Tests entzogen, und der eine oder andere "Sportler" aus der zweiten Reihe wurde auch überführt.

Was für eine Sorte Mensch ist das eigentlich, die sehenden Auges so einen Mist baut? Die im Bewusstsein, im besonderen Interesse der Öffentlichkeit zu stehen, mit ihren Gaunereien unbeeindruckt weitermacht und noch Krokodilstränen und Treueschwüre von sich gibt?

Der ganze Rad"sport" ist ab einer gewissen Wettkampfebene von vorn bis hinten korrumpiert. Wie wenig ausgeprägt das Unrechtsbewusstsein bei den Herren "Sportlern" ist, kann man am Beispiel von Erik Zabel ganz wunderbar sehen: der hat sich nicht etwa seinen Untaten gestellt, weil er ein schlechter Sportler gewesen sei, nein, ein schlechter Vater sei er, wenn er seine Vergehen nicht zugebe. Das ist jenseits von hanebüchen. Die ehrliche Arbeit, die in den Vereinen sicher auch noch gemacht wird, kann darunter nur leiden. Das Vertrauen in den Radsport ist nun erst einmal dahin.

Richtig peinlich wird es aber, wenn man den Umgang der Medien mit dieser Farce betrachtet. ARD und ZDF treten von der Berichterstattung zurück - ein guter Zug, bedeutet er doch verringerte Sichtbarkeit für die Sponsoren. Und schließlich ist es letzten Endes immer nur das Geld, das zählt: wenn die Werbebotschaften nicht mehr wahrgenommen werden, laufen die Sponsoren weg, und vielleicht, vielleicht setzt dann einmal das Nachdenken ein.

Damit war dann aber auch schnell Essig: SAT.1 hatte nichts besseres zu tun, als schnell, schnell in die Bresche zu springen und die Berichterstattung zu übernehmen. Es sind nur die allerniedrigsten Instinkte, die solche Reflexe hervorbringen, und das Schmidtsche Diktum vom Unterschichtenfernsehen bewahrheitet sich wieder einmal aufs Allerfeinste. (Dass die ARD dann auch noch eingeknickt ist und eine Sondersendung zur Tour wieder ins Programm aufnahm, war kaum eine Randnotiz wert.)

Nun wird die Tour also heute beendet, und, wie oben schon gesagt, es wird ein groß Heulen und Zähneklappern sein. Nächstes Jahr soll dann aber wirklich alles besser werden. Glaubwürdig ist das nicht. Schließlich sind die Sponsoren ja noch dabei, und das Fernsehen überträgt kompromisslos.

Was tun? Beim geringsten Anzeichen von Doping sofort die Berichterstattung und Übertragung komplett einstellen. (Das setzt natürlich bei den Sendern ein gewisses Ethos voraus. Können wir wohl vergessen.)

Nochmal: man kriegt sie letzten Endes nur übers Geld. Moral ist denen wurscht.

Friday, July 27, 2007

System Administrator Appreciation Day

Lange nichts von mir gelesen... egal. Heute ist System Administrator Appreciation Day, und ich dachte mir, es sei doch zumindest anständig, unseren Admins einen kleinen Gruß zukommen zu lassen. Also:
Liebe Admins,

alles Gute und die besten Wünsche zum System Administrator Appreciation Day! :-)

Und natürlich besten Dank für die unermüdliche Betreuung von uns Nutzern.

Viele Grüße,

Michael Haupt
Die Antwort kam prompt:
Hallo,

Deine Glückwünsche wurde in unserem Ticketsystem aufgenommen und werden schnellstmöglich von uns dankend angenommen.

Grüsse,
Frank
Das ist Berufsethos, gepaart mit Pragmatismus. ;-)

Wednesday, February 28, 2007

Visiting Viewpoints

Last week, Robert Hirschfeld and I paid a visit to Viewpoints Research Institute in Glendale, California. It was a terrific experience spending some time and working with Alan Kay and his co-workers. Plus, I met the first Alto in my life.



One of the most interesting things to me about the visit there was to sit down with Ian Piumarta and extend Pepsi with support for a different kind of prototypes. The next release is nigh, and some amazing things are in the pipeline. Language implementation may face a change.

Of course, we devoted some of our spare time going out for dinner. You have to eat from time to time, don't you? We spent a particularly nice evening with Yoshiki and Haruko Ohshima (left) and Ted Kaehler (2nd from the right).


Big thanks to Alan, Kim, Monika, Ian, Yoshiki, Ted, and Alex - this sure was a great time.